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Das Leben ist eine Balance – ohne negativ kein positiv – aber warum?

Teil 11 der Artikelserie

Eigentlich habe ich das schon einmal angeschnitten, aber ich möchte noch einmal darauf eingehen.

Manchen glauben (wohl), dass es ein Leben gibt, welches nur noch aus Glücksmomenten besteht. Es gibt eine Balance im Leben, und das ist auch gut so.

Eine Medaille mit zwei Seiten

Im Leben gibt es immer Polaritäten. Es gibt gut und böse. Heiß und kalt. Hell und Dunkel. Mann und Frau. Liebe und Hass, usw. Du weißt worauf ich hinaus will.

Die Welt besteht aus einem ganzen, das was ist, ist – Punkt. Es gehört dazu, es gehört zu der Welt und muss akzeptiert werden. Wenn du beide Seiten nicht kennen würdest, sie dir nicht bewusst wären, dann würdest du sie nicht bewerten – es wäre einfach so wie es ist – Punkt.

Um zu wissen was wir wollen, ist auch manchmal das nötig, was wir nicht wollen. Du kannst nur das Wertschätzen was du willst, wenn du auch das Gegenteil kennst. Ein tolles Beispiel ist immer wieder Sonne und Regen. Stelle dir einmal vor es würde 2 – 3 Wochen nur regnen, es wäre Nasskalt und dunkel. Nach 3 Wochen lässt sich endlich mal wieder die Sonne blicken und es wird schön angenehm warm. Wie sehr freust du dich dann auf die Sonne? Ein Glücksgefühl entsteht – richtig?

Die negativen Situationen

Jeder hat sie und jeder kennt sie. Auch reiche Menschen erleben immer wieder Situationen die unangenehm sind. Jeder erlebt Situationen die nicht angenehm sind. Nur wenn du die negativen Situationen im Leben kennst, kannst du die positiven Situationen genießen. Niemand auf der Welt erlebt „nur“ Glücksmomente. Das ist einfach nicht möglich. Glücksmomente heißt, es ist alles perfekt wie es gerade ist. 

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Stelle dir mal vor, du hast keine Probleme, Sorgen, Ängste und Herausforderungen mehr. Die Vorstellung ist zwar toll, aber irgendwann wird das Glücksgefühl abschwächen, weil es „normal“ für dich ist. Es ist wie mit dem Leben. Es ist doch faszinierend wie perfekt unser Körper funktioniert, aber trotzdem ist unser Körper „normal“ für uns. Oder welche Möglichkeiten der Fortbewegung wir haben. Wir setzten uns in das Auto und können (fast) überall hin fahren. Dieses „Wunder“, diese Möglichkeit war früher, zu Anfangszeiten des Automobils, ein Glücksmoment für den stolzen Besitzer. Heute, weil es normal ist, bekommt (fast) keiner mehr ein Glücksgefühl, weil er von A nach B fahren kann.  –  Eben weil es normal ist.

Wenn allerdings jemand sich nicht mehr so einfach fortbewegen kann und nicht mehr schnell größere Distanzen überwinden kann, dann wird die Person sich sicherlich sehr darüber freuen, wenn die Möglichkeit wieder da ist.

Das Glück kommt also, wenn du auch das Negative kennst. Wenn du nur das Positive kennst, dann wirst du kein (oder wenig) Glücksgefühl kennen.

Negatives ist also erstmal gar nicht so schlecht. Bzw. ist negatives etwas, was dir zuerst einmal keine Freude bereitet, „negativ“ ist es eigentlich nicht, das bewertest du individuell.

Positiv und Negativ in Balance

Wie ja schon gesagt, musst du das „Negative“ kennen, damit du das „Positive“ Wertschätzen kannst. Deswegen hält sich das „Negative“ mit dem „Positiven“ in Balance. Nehmen wir an du bist reich und hast und hattest nie Geldsorgen. Du hast nie Geld unbeabsichtigt verloren, sondern immer nur mehr Geld verdient, so wie du es dir gerade auch gewünscht hast. Immer genug Geld zu haben wäre für dich dann absolut normal. Du würdest das viele Geld nicht wertschätzen, und wahrscheinlich auch nicht die Dinge die du damit kaufen kannst, denn es ist normal für dich. Wenn du aber mal Pleite gewesen wärst und am Existenzminimum gelebt hättest, dann wärst du (hoffentlich) tagtäglich dankbar für den Reichtum und dadurch würdest du auch Glück dafür empfinden.

Wie nun mehr Glücksmomente erleben?

Glück empfindest du durch Dankbarkeit. Dankbar bist du, wenn du auch das negative kennst und dann dafür dankbar bist, welchen „Luxus“ du hast. Es ist also nicht nötig dir selbst immer wieder schmerzen zu bereiten, damit du das positive schätzen lernst. Wenn du etwas wertschätzt, dann bist du gleichzeitig auch dankbar dafür. Als Beispiel; Du hast eine Spülmaschine, was für viele ja normal ist. Aber überlege mal wie toll die Spülmaschine ist. Sie spült dein Geschirr ab und du hast dadurch eine enorme Zeitersparnis. Gleichzeitig ist eine Spülmaschine so sparsam mit dem Wasser wie es kein Mensch sein könnte. Du brauchst nicht zu spülen, sondern überlässt die Arbeit der Maschine. Durch die Maschine hast du viel Zeit gespart. Es ist ein wundervolles Gerät und du solltest dankbar für die Spülmaschine sein, dass sie dir das Leben um ein vielfaches einfacher macht. 

Und wenn du daran denkst, wenn du deine Spülmaschine füllst, dann wirst du dankbar sein, dich darüber freuen und Glück empfinden diese Maschine zu haben. Sie ist kein „Normalzustand“ sondern ein „Luxus“ der dein Leben vereinfacht. Und so gibt es viele Dinge, für die du dankbar sein kannst. Wenn du ständig Dankbarkeit übst, für die „normalen“ Dinge, dann werden die „normale“ Dinge für dich faszinierend bleiben und dir ständig Glücksgefühle geben.

Wenn du für deine Spülmaschine (falls du eine hast) kein Dank empfindest, solltest du so lange von Hand spülen, denn wenn du kein Dank empfindest, ist ja auch egal wenn du von Hand spülst.

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Wie weniger negatives erleben?

Ganz einfach – weniger bewerten und sich auf das konzentrieren was du willst. Im vorletzten Artikel habe ich schon erwähnt wie es funktioniert sich auf die Lösung zu fokussieren. Deswegen gehe ich nun nicht so intensiv darauf ein, bzw. spreche ich einen anderen Punkt noch an. Zuerst solltest du nicht das Problem, den „negativen“ Zustand anvisieren, sondern nur dass was du willst – die Problemlösung. Der ist der Schlüssel zu einem Leben mit weniger Problemen.

Bewertungen und die Moral der Menschen

Glücklich und Erfolgreich, Negatives und Positives in Balance im Leben
© Paula – Fotolia.com

Nehmen wir als Beispiel Sonne und Regen. Jeder freut sich (zumindest bei uns) auf die Sonne, wenn es warm wird, wenn es trocken ist,… Jeder will die Sonne und nicht den Regen. Dabei sollten wir trotzdem eines beachten;

  1. Wer entscheidet das die Sonne „gut“ ist und der Regen „böse“ ist?
  2. Wer sagt das Regen nicht genauso schön ist wie die Sonne? (Wir lassen das Gute beim Regen nicht zu)
  3. Wer entscheidet generell über gut und schlecht in unserer Welt?

Die Menschen denken, sie könnten bestimmen was in der Welt gut oder schlecht ist. Sie könnten bestimmen was falsch und richtig ist. Menschen denken immer sie hätten „die Weisheit mit Löffel gefressen“. Aber es ist falsch. Was vor 100 Jahren als Richtig und als „Wahrheit“ betrachtet wurde, ist heute falsch und verboten. Trotzdem bestimmen die Menschen mit Ihrer Moral alles. Diese Bewertungen machen das Leben sehr schwer, unglaublich schwer. Man bremst sich selbst aus.

Zwar gibt es im Leben Situationen die anstrengend sind, unangenehm sind und man eigentlich „zuerst“ nicht haben möchte. Aber die meisten werden sich an eine unangenehme Situation erinnern, wo es sich später herausgestellt hat, dass es wirklich gut war.

Auch bei mir war es so. In meiner Familie habe ich gelernt über alles und jeden zu meckern, durch das Gesetz der Anziehung, hat sich dann irgendwann einmal auch die Familie zerstritten. Ich hatte ein größeres Nebengewerbe eröffnet und innerhalb von einem Jahr ca. 80.000 € verloren – und dann war da noch der Familienstreit, der unglaublich viel nerven gekostet hat. Ich habe es mir „einfach“ gemacht und bin weit weg gezogen. Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt, die Pleite und das wegziehen waren die besten Schritte in meinem Leben. So eine Entwicklung die ich innerhalb von 3 Jahren gemacht habe, hätte ich in 20 Jahren nicht gemacht.

War es hart? Ja. Habe ich es damals als „gut“ gesehen? Nein! Bin ich nun dankbar für den „Verlust“? Ja, denn ich weiß, dass mein Leben nie wirklich hätte glücklich sein können. Ich danke, für den Verlust, denn dadurch haben sich in meinem Leben ganz andere Möglichkeiten ergeben.

Bewertungen bremsen aber, ich kenne das auch. Wenn du das „Negative“ verurteilst, dann kommst du nicht vorwärts. Gehen wir einmal davon aus, wir haben tagtägliche eine bestimmte Menge an Energie zu Verfügung. Wenn wir nun 50 % nutzen um uns über den jetzigen Zustand, über die Probleme zu beschweren, beklagen und zu meckern, dann haben wir aber nur noch 50 % der Energie für eine Problemlösung. Wenn wir allerdings den Zustand und das Problem akzeptieren wie es ist, dann haben wir die Möglichkeit 100 % der Energie um das eigene Leben dorthin zu bringen, wo wir es gerne hätten. Sobald wir den Zustand akzeptieren und ihn nicht mehr bewerten, haben wir eine viel größere Macht. Logisch, oder?

Ich wette aber das bei den meisten Menschen das Verhältnis nicht einmal 50/50 ist. Eher 70/30 (70% meckern / 30 % Problemlösung). Bei mir war es früher sicherlich noch schlechter.

Das Verhalten ist eine Gewohnheit, die Stück für Stück gebrochen werden muss. Ich selbst bin auch nicht bei 100 % Problemlösung, ich weiß auch nicht ob es wirklich möglich ist die volle 100 % zu erreichen, aber anstreben könnte man es ja mal.

Fazit:
Um positives und Glücksgefühle zu erleben, musst du auch den „negativen“ Pol kennen. Das heißt aber nicht, dass du ständige den negativen Pol auch erleben musst. Sei dankbar für das was du hast, denn dein Leben ist purer Luxus und es gibt so viel wofür du dankbar sein kannst (Bsp. Müllabfuhr). Bewerte die Situationen nicht, denn ob eine „negative“ Situation am Ende dein Leben so verändert, damit du deine tiefsten Wünsche erreichst, kannst du vorher nicht beurteilen.

Ich habe oft das „Negative“ und das „Positive“ in Anführungszeichen gesetzt – aus einem einfachen Grund: Positiv und Negativ ist eine Bewertung die jeder Mensch selbst trifft. Was für den einen gut ist, worüber er sich freut, ist für den anderen eine negative Situation. Deswegen kann es Objektiv kein „Negativ“ und „Positiv“ geben. Auch das Positive kann uns später schaden.

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