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1. Lebensgesetz: Finde deine Ziele

Teil 4 der Artikelserie

So, die Grundlagen sind durch die letzten Artikel geschaffen, damit du grob einen Überblick dafür erhältst wie ein Leben aus Glück und Erfolg besteht. Glück und Erfolg ist also eine „Sache“ die jeder für sich selbst definieren muss. Ohne eine Definition, wirst du nur in den Tag hineinleben, wie ein Großteil der Menschen.

Warum Ziele wichtig sind

Um zu wissen was dich glücklich macht, ist es wichtig dir Gedanken zu machen, was du überhaupt willst. Was sind deine Wünsche, was willst du in deinem Leben noch erreichen? Du kannst nur glücklich werden, wenn du weist was dich befriedigt.

Für diese Fragen musst du dir wirklich ein paar Tage, Wochen oder Monate Zeit nehmen. Diese Frage musst du dir aber ganz klar beantworten können, sonst bringt alles nichts. Ich selbst habe es am Anfang auch nicht so richtig verstanden und ich wusste auch nicht was ich wirklich wollte. Das hat sich bei mir im Laufe der Zeit auch „so“ ergeben, weil ich immer wieder darüber nachgedacht habe. Zwischenzeitlich nehme ich mir regelmäßig die Zeit und denke über mich selbst nach.

Und hier gleich die schlechte Nachricht: Keiner kann dir diese Aufgabe abnehmen. Du musst dich wirklich mit dir selbst beschäftigen und du darfst auch keine Ziele von anderen kopieren. Aus dem Grund bringe ich jetzt auch bewusst nicht einen Teil meiner eigenen Ziele mit ein. Du musst dir Zeit nehmen, in die Stille zu gehen, bzw. für dich selbst, ohne Ablenkung wie TV, Musik, andere Menschen oder ähnliches, dir überlegen was dir wichtig ist. Ich habe auch lange versucht es zu vermeiden, mich mit mir selbst zu beschäftigen, Ergebnis: Hat nicht funktioniert. Du musst das unbedingt mit dir selbst, in aller Ruhe ausmachen, und zwar möglichst bald. Werde dir bewusst, was du selbst willst.

Wie gesagt, wenn du nicht weißt was du willst, was dich befriedigt, was du in deinem Leben erreichen willst, was dich glücklich macht – wie willst du dann glücklich werden???

Finde deine Ziele: Übung 1

Es gibt eine klasse Übung. Vielleicht für den einen oder anderen etwas makaber, aber egal, sie funktioniert. Die Übung ist glaube ich von Stephen Covey und heißt „Beerdigung“:

Stelle dir vor, du gehst zu einer Beerdigung und schaffst es gerade so in noch rechtzeitig in die Kapelle. Du setzt dich hinten auf die Bank und versucht leise nach Luft zu ringen um etwas ruhiger zu werden. Nachdem du dich etwas beruhigt hast, nimmst du das Programmheft in die Hand und beginnst zu lesen. Du erschreckst dich ganz gewaltig und wirst kreidebleich. Auf dem Programmheft steht in der Mitte dein Name, dein Geburts- & Todesdatum. Nachdem du dich beruhigt hast, schaust du dich im Saal um. Ganz vorne sitzt deine Familie und deine engsten Freunde und auf einer Staffelei ist ein großes Bild von dir. Es ist tatsächlich deine eigene Beerdigung. Langsam wirst du neugierig und lauschst dem Trauerredner. Du blickst auf das Programmheft und liest weiter. Es sollen noch folgende Personen sprechen: Jemand aus deiner Familie, einer deiner Freunde, jemand aus deinem beruflichen Umfeld und jemand aus einem Verein (o. ä.) in dem du Mitglied bist.

Wer genau sind die Personen die auf deiner Beerdigung sprechen sollen?

Was sagen diese Menschen genau?

Schreibe dir auf, was du dir wünschst, was diese Menschen über dich sagen und berichten. Mache die Übung unbedingt schriftlich und lasse dir dabei ruhig Zeit.

Finde deine Ziele: Übung 2

Die erste Übung hat es wirklich in sich, wenn du sie wirklich schriftlich ausführst, was ich dir auch empfehle. Die zweite Übung ist etwas einfacher:

Setze dich in aller Ruhe an einen schönen Platz, für dich alleine, in aller Ruhe, ohne Ablenkung und Geräusche. Stelle dir vor du bist 85 Jahre alt. Stelle dir vor du bist an einem Ort, der dir wirklich gut gefällt und an dem du deinen Lebensabend verbringen möchtest. Du sitzt draußen, bei schönem Wetter auf der Terrasse auf einem Schaukelstuhl und schwelgst in Erinnerungen, was du in der Vergangenheit erlebt hast. Welche Erinnerungen sind die schönsten, welche waren für dich wichtig sie zu erleben? Welche Erlebnisse waren unwichtig? Stelle dir dein Leben vor, wie es war, bis zu dem heutigen Tag, zu deinem 85. Lebensjahr, auf der Terrasse, auf dem Schaukelstuhl und lasse dir dein Leben noch einmal durch den Kopf gehen. Schreibe dir im Anschluss gleich auf, welche Erlebnisse für dich wichtig waren, welche du also noch erreichen möchtest.

Wähle dir aus was du willst

Nachdem du die Übungen gemacht hast, wirst du sicherlich einige Wünsche haben, was du in deinem Leben noch erreichen möchtest. Nun geht es darum, bewusst auszuwählen was du wirklich möchtest und eine Prioritätenliste aufstellst. Was sind die wichtigsten Ziele? Es kann sein das du dich zwischen dem einen und dem anderen entscheiden musst. Als krasses Beispiel; du liebst die Berge und möchtest gerne deinen Lebensabend in den Bergen verbringen, aber du liebst auch das offene Meer und würdest gerne am und auf dem Meer sein. Du kannst nicht beides haben. Entweder ein Leben in den Bergen, oder Leben am und auf dem Meer. Beides geht nicht. Wähle also aus.

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Ziele nach SMART

Die Zielplanung nach SMART ist schon sehr bekannt, vielleicht ist es nichts neues für dich, deswegen gehe ich nur kurz darauf ein. Ziele müssen bestimmten Kriterien entsprechen, sonst sind es keine richtigen Ziele:

S = Spezifisch

Das Ziel muss auf dich individuell zugeschnitten sein.

M = Messbar

Es sollte sich in Zahlen ausdrücken lassen. Du musst also genau wissen wann du das Ziel erreicht hast. Bsp. Ich fahre morgen Fahrrad ist nicht messbar. Ich fahre morgen 50 KM mit dem Fahrrad ist messbar. 

A = Anspruchsvoll

Es muss sich schon lohnen es zu erreichen, es muss eine Herausforderung sein. Ist es keine Herausforderung, ist es langweilig und nicht erstrebenswert, denn du wächst dann auch nicht über dich hinaus. Bsp: Ich fahre morgen 100 Meter mit dem Fahrrad ist nicht anspruchsvoll. Ich fahre morgen 100 KM mit dem Fahrrad – das ist eine Herausforderung.

R = Realistisch

Das Ziel muss erreichbar sein. Du musst es dir vorstellen und planen können es zu erreichen. Beispiel: Ich gewinne morgen im Lotto – ist nicht realistisch – 1. ist morgen (Freitag) keine Ziehung, 2. nicht von mir beeinflussbar. Ich fahre morgen 500 KM mit dem Fahrrad wäre auch nicht realistisch. Ich fahre nächstes Jahr mit dem Fahrrad von München Zentrum an den Chiemsee an einem Tag – ist schon eher realistisch.

T = Terminiert

Du musst wissen wann du welche Ziele erreichen willst. Wenn du sagt „Ich fahr irgendwann mit dem Fahrrad von München ab, zum Chiemsee“ – dann ist „irgendwann“ auch noch in 10 Jahren „irgendwann“. Wenn du aber sagst “ Ich fahre nächstes Wochenende von München mit dem Fahrrad an den Chiemsee“ dann ist das klar zeitlich begrenzt und terminiert.

Checke deine Ziele nach SMART:

Nehmen wir gerade mal das letzte Beispiel: „Ich fahre kommenden Samstag von München mit dem Fahrrad an den Chiemsee!“

Spezifisch = Ja, ist mein eigenes Ziel, so wie ich es selbst möchte
Messbar = Ja, klarer Start und Endpunkt vorhanden, ca. 90 KM, könnte noch beim Ziel eingefügt werden.
Anspruchsvoll = Ja, da ich sowieso kein guter Fahrradfahrer mit einer „Bomben-Kondition“ bin, ist das anspruchsvoll
Realistisch = Ja, an einem Tag machbar
Terminiert = Ja, am kommenden Samstag

Zusammenfassung: Um glücklich zu werden, ist es wichtig erst einmal zu wissen was du willst. Deswegen mache dir Gedanken darüber. Es bringt dir nichts, wenn du von dem einen „Erlebnis“ zum nächsten rennst, wenn sie dich nicht befriedigen. Viel Wichtiger als die Geschwindigkeit zum Ziel ist es, zu wissen welche Ziele du wirklich erreichen willst. Denn sonst könnte es passieren, dass du irgendwann im Schaukelstuhl sitzt und darüber nachdenkst was du alles NICHT getan hast, was dich glücklich gemacht hätte – nur weil du dir keine Zeit genommen hast zu überlegen, was wichtig für dich ist.

Zum Abschluss noch eine kleine Geschichte (die ich irgendwo mal aufgeschnappt habe): Ein Mann geht mit seinem Hund im Wald spazieren und kommt an einer kleinen Fläche vorbei, auf der Baumstämme liegen. Mitten auf dem Platz steht ein Mann mit einer Säge, total verschwitzt, und müht sich in totaler Hektik ab die vielen Baumstämme zu zersägen. Der Spaziergänger mit dem Hund bleibt kurz stehen und schaut zu. Da bemerkt er, dass das Sägeblatt des Waldarbeiters sehr stumpf ist. Der Spaziergänger nähert sich dem sägenden Mann und sagt: „Hören Sie, Ihr Sägeblatt ist ja schon ganz Stumpf, wenn Sie das Blatt tauschen, werden Sie es einfacher haben.“ und zeigt gleichzeitig mit ausgestreckten Finger auf die Stelle wo neue Sägeblätter schon parat liegen. Da brüllt der sägende Mann: “ Sehen Sie sich doch mal um, wie viel ich hier noch zu tun habe. Glauben Sie, ich habe da Zeit dafür das Sägeblatt zu wechseln?“

Falls du die Artikelserie noch noch nicht komplett gelesen hast, hier geht´s zu dem ersten Teil: Was ist Erfolg? Wie definiert man Erfolg? Du lernst in der Serie wie du ein glückliches und erfolgreiches Leben führen kannst.

Der letzte Artikel war: Das Leben besteht aus Gegenteilen
Beim nächsten mal kommt das – 2. Lebensgesetz: Die Konzentration

„Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.“ Gotthold Ephraim Lessing

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